Berner Sennenhunde vom Haselwäldchen

B.A.R.F.

Unsere Hündinnen werden rohernährt. Eine kurze Erläuterung, warum wir diese Ernährungsweise ausgewählt haben. Dies ist nur eine Zusammenfassung. Weiterführende Literatur ist am Ende der Seite angegeben.

Das Konzept

Frische und unbehandelte Nahrung gilt im Humanbereich als einzige Alternative zu Fertiggerichten. Wir sind der Meinung, dies sollte auch für unsere Hunde gelten, da trotz Versprechungen der Marketingabteilungen der großen Futtermittelkonzerne das Fertigfutter für unsere Lieblinge nicht so sicher ist (z.B. Bedenkliche Über- und Unterdosierungen von Nährstoffen, Kontaminationen mit Krankheitserregern und Schimmelpilzen, krebserregende Zusatzstoffe).

BARF – biologisch artgerechte Rohfütterung orientiert sich am Beutetierkonzept

Man unterscheidet zwei Arten der Rohfütterung: ohne Getreide und mit Getreide.

Vorteile

  • Höhere Lebenserwartung (statistisch gesehen 2,7 Jahre)
  • Artgerechte natürliche Zutaten, Bioqualität, kaum Getreide und keine Füllstoffe
  • keine Deklarationsverwirrung, da alle Zutaten des Futters bekannt sind
  • keine gesundheitsschädlichen Zusatzstoffe, keine synthetische Vitamine, Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe und Antioxidantien
  • Gesundheitsförderung: kaum Zahnstein, kaum Magendrehungen, kaum Allergien, kaum Hüftgelenkdysplasie und kaum Schädigkung der Darmflora
  • Individuelles Futter: Anpassung der Futters bei Krankheiten oder Allergien
  • Geringe Kotmenge, da die Füllstoffe fehlen
  • Bedarfsgerechte Fütterung
  • Spaß und Abwechslung
  • verminderter Körpergeruch

Nachteile

  • Mehr Zeitaufwand
  • Tiefere Kenntnisse erforderlich: Zusammensetzung des Futters und Anpassung der Futtermenge.
  • Höhere Platzbedarf: Gefriertruhe zur Lagerung von püriertem Gemüse, Fleisch, Pansen, Innereien und Knochen

Futterkomponenten

  • Muskelfleisch: liefert hochwertiges Protein, also Aminosäuren in optimaler Zusammensetzung, sowie wertvolle Nährstoffe, essenzielle Fettsäuren und Energie aus Fett. Kein Schweinefleisch (auch kein Wildschweinfleisch) wegen dem Aujeszky-Virus, der eine für Hunde tödliche Krankheit hervorruft.
  • Fett: Im Normalfall ist bei durchwachsenem Muskelfleisch genügend Fett vorhanden. Wird mageres Fleisch gefüttert, muss Fett hinzugefügt werden, z.B. Rinderfett, Lammfett, Ziegenfett, Kokosöl oder Butter.
  • Fisch: Es können Süß- und Salzwasserfische gefüttert werden, aber nur als Abwechslung. Es kann sonst Vitamin-B Mangel entstehen.
  • Pansen/Blättermagen: diese Vormägen von Wiederkäuern weisen eine mittlere Eiweißqualität auf, haben ein ausgeglichens Calcium/Phosphor Verhältnis, und bei grünem Pansen noch vorverdaute Futterreste.
  • Innereien: sind wahre Vitalstoffbombem und somit die Hauptquelle für alle Vitamine, die der Hund benötigt. Zu den Innereien gehören Leber, Niere, Milz, Lunge und Herz.
  • RFK = Rohe fleischige Knochen sowie Knorpel: Knochen liefertn vor allem Calcium, Phospor, Kalium, Natrium und Magnesium. Außerdem Haben RFK einen Zahnreinigungseffekt, da durch das Kauen der Zahnbelag abgerieben wird.
  • Milchprodukte: Hüttenkäse, Quark, Buttermilch und Joghurt haben eine sehr gute Aminosäurenzusammensetzung.
  • Eier: als Ergänzung einmal in der Woche ien ganzes Ei mit Schale
  • Gemüse/Obst: liefern Ballaststoffe. Durch das Pürieren werden die Zellwände von Obst und Gemüse zerstört, so dass der Hund die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe besser aufnehmen kann. Wir füttern regionale und saisonale Gemüse- und Obstsorten. 2-3 Sorten sind ausreichen. Ausnahmen sind in der weiterführenden Literatur angegeben.
  • Getreide: dient als Kohnehydrat- und Energielieferant. Man kann gekochtes bzw. aufgeschlossenes Getreide füttern, muss es aber nicht.
  • Öle: Omega-3-Fettsäuren-lastige Öle werden eingesetzt: Leinöl, See-Fischöl, Olivenöl, etc.
  • Optionale Zusätze: Kräuter, Hagebuttenschalen, Bierhefe, Spirulina, Nüsse, Sprossen und Keimlinge
  • Situative Zusätze: als Therapie bei entsprechenden Krankheien, nach Absprache mit Tierheilpraktiker oder Tierarzt.

Literatur: Nadine Wolf: Das Barf-Buch 1. Auflage 2015

Inzwischen gibt es viele Bücher über das Barfen. Eine Auswahl bei Literatur.

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